Die Stadt um Fort und Markt
Der große Rundturm des Forts dominiert das historische Zentrum. Direkt daneben liegen die Marktbereiche, sodass Verteidigung, Verwaltung und wirtschaftliches Leben räumlich eng verbunden erscheinen. Hinter den belebteren Wegen beginnen Gassen mit alten Lehmhäusern, restaurierten Gebäuden und neuen Nutzungen. Der Unterschied zwischen erhaltenem Baubestand, Ruine und behutsam wiederbelebtem Haus ist dabei oft interessanter als ein einzelnes Fotomotiv.
Eine Oase ist ein Wirtschaftssystem
Die Palmenhaine sind keine zufällige Grünfläche in trockener Umgebung. Bewässerung, Eigentum und Arbeitsabläufe ermöglichen erst die intensive Nutzung des Bodens. Vom erhöhten Blickpunkt des Forts wird sichtbar, wie die Stadt in eine größere Kulturlandschaft eingebettet ist. Datteln, Handwerk und regionale Märkte gehören deshalb ebenso zur Geschichte Nizwas wie religiöse und politische Institutionen.
Mehrere Nächte statt Durchfahrt
Von Nizwa aus lassen sich Bahla, Jabrin, Birkat al-Mauz und die Bergregionen erreichen. Wer überall nur kurz hält, verliert jedoch gerade den Wandel zwischen Tageszeiten. Eine Übernachtung ermöglicht einen Marktbesuch, einen ruhigeren Rundgang durch die Gassen und eine getrennte Besichtigung des Forts. Auch die Bergfahrten profitieren davon, wenn sie nicht zusätzlich mit einem langen Transfer von Muscat verbunden werden. Nizwa eignet sich als Basis, verlangt aber weiterhin realistische Fahrzeiten zu den weit auseinanderliegenden Bergzielen.

