Ein Schiff wird in Etappen gebaut
Spanten, Planken und Verbindungen zeigen unterschiedliche Phasen der Arbeit. Je nach Zeitpunkt steht ein fast fertiges Boot auf dem Gelände oder nur ein Teil seiner Struktur. Gerade ein unfertiger Rumpf kann viel erklären: Die innere Form ist sichtbar, bevor Verkleidungen und Ausstattung hinzukommen. Werkzeuge und Materiallager gehören zum Arbeitsablauf und sollten nicht als frei berührbare Ausstellungsstücke behandelt werden.
Der Begriff Dhau
Im touristischen Sprachgebrauch werden viele traditionelle Holzschiffe als Dhau bezeichnet. Die tatsächlichen Bauformen unterscheiden sich nach Größe, Herkunft und Verwendung. Eine Erläuterung vor Ort hilft, pauschale Vorstellungen zu vermeiden. Auch heutige Boote können traditionelle Formen mit moderner Technik verbinden. Handwerkliche Kontinuität bedeutet nicht, dass seit Jahrhunderten alles unverändert geblieben wäre.
Besuch mit Respekt vor der Arbeit
Zugang und Führungsmöglichkeiten hängen vom Betrieb ab. Fragen vor dem Betreten und Abstand zu laufenden Arbeiten sind selbstverständlich. Eine Werftbesichtigung lässt sich gut mit den Ufern der Lagune und dem Stadtteil Al Ayjah verbinden. Danach erscheinen die Boote auf dem Wasser nicht mehr nur als dekorative Silhouetten: Material, Gewicht und die vielen einzelnen Arbeitsschritte werden nachvollziehbar. Für Fotos gilt besonders, dass Beschäftigte und Arbeitswege Vorrang haben.

